BIM und Europa

Auf dem Digital-Gipfel am 01. Dezember 2020 hat die EU-Kommissionspräsidentin, Frau Ursula von der Leyen, sich auch sehr klar zur Digitalisierung in der Architektur, im Bauwesen positioniert. Wenn Frau von der Leyen es auch nicht direkt benannt hat, BIM (Building Information Modeling) wird bei diesem Anspruch unabdingbar eine zentrale Rolle im Bereich Planen und Bauen spielen - nicht nur in Europa, sondern weltweit.

Das gesamte Video mit Frau von der Leyen können Sie unten sehen.
Das Thema ''Digitale Architektur'' bespricht Frau von der Leyen in diesem Video ab 10 Min. und 18 Sek. Diesen speziellen Ausschnitt können Sie sich direkt auf YouTube anschauen.

 

Die Bundesarchitektenkammer hat nun den kostenlosen Leitfaden ''BIM FÜR ARCHITEKTEN – IMPLEMENTIERUNG IM BÜRO'' heraus gegeben. Sie können diesen Leitfaden hier herunterladen und lesen.

 

Anhörung im Bundestag zum Thema "Digitalisierung des Planen und Bauens"

Am 05.03.2020 befasste sich der Bundestag in einer öffentlichen Anhörung erneut mit dem Thema BIM. ''Building Information Modeling'' scheint nun also wirklich auch in der Politik angekommen zu sein. Digitales Planen und Bauen soll nun der Standard sein.
Ab 2020 zunächst bei Infrastrukturprojekten des Bundes.

 

Nachhaltigkeit im Bauwesen, Planungen städtischer baulicher Strukturen usw. werden heute nur noch digital wirkungsvoll effizient lösbar sein. Hier wird nun zentral das System ''Building Information'' die allgemeine Plattform digitaler Bauwerksmodelle.
Building Information Modeling (BIM) eines der wichtigsten Elemente, das Ziel, nachhaltiges Planen und Bauen wirkungsvoll zu bedienen. Das digitale Erfassen aller relevanter Daten, schon bei Planungsbeginn, in Weiterführung bis Fertigstellung und letztlich zum eventuellen Recycling des Objektes, so kann man durchaus sagen, BIM ist ein weiteres Instrument im Werkzeugkasten nachhaltigen Bauen. Im Bestand und im Neubaubereich.

 

Ob BIM-fähige Software schon in kleineren Planungsbüros, bei allen Architekten, kleineren und mittleren Baubetrieben eingesetzt wird, darf man bezweifeln. Der Weg von der Jahrzehnte lang genutzten 2D-CAD-Arbeit ist allerdings, das sollte klar sein, nun zur Einbahnstraße, man muss es so sagen, zur Sackgasse geworden.

 

Hier können Sie das Video ''Deutscher Bundestag: Digitalisierung des Planens und Bauens'' in der ARD Mediathek anschauen (hier klicken).

 

Hier finden Sie Dokumente zum Thema ''Digitalisierung des Planens und Bauens'', die auf www.bundestag.de veröffentlicht wurden (hier klicken).

 

Bim, bim, bimmel bim... der Zug fährt ab!

Für mehr Details klicken Sie bitte auf das Bild

 

Da fährt er nun; der BIM-Zug und nimmt Fahrt auf. Oder?

 

Losgefahren ist der BIM-Zug als Autodesk 2002 ein White Paper mit dem Titel ''Building Information Modeling'' veröffentlichte. Es gibt auf seiner Strecke regelmäßig Haltestationen die zum Mitreisen auffordern. Aber wohin soll die Reise gehen? Was erwartet den Reisenden am Ziel? Nun, das scheint zunächst klar definiert.

 

So wird die konsequente Anwendung von BIM, nicht nur im Hochbaubereich, ökonomisch und qualitativ, möglicherweise auch ökologisch, höchst erfolgreich sein.

 

Das bedingt, dass alle am ''Bau'' Beteiligten in ihrem Fachbereich BIM verstehen und durchgängig einsetzen!

 

Und fahren sie alle mit, die Architekten, die Ingenieure, Fachplaner, Bauämter und etwa die deutsche und - das wäre hervorragend - die gesamten europäischen Regierungen?

 

Etliche Architekten, Fachplaner, ja auch Städte mit ihren Stadtplanungsämtern usw. versuchen sich schon mal oder sind schon eingestiegen, arbeiten mit oder testen schon BIM-fähige Software. Die Betonung kann man hier allerdings erst mal nur auf ''etliche'' legen und man muss es sagen, es sind noch zu wenige nach so einer langen Entwicklungszeit. Vielleicht gibt es ja doch bald mehr Schubkraft? Vielleicht?

 

Immerhin hat das BMVI verkündet:

Zitat Wikipedia: „[...] Die Verabschiedung des ''Stufenplans Digitales Planen und Bauen'' durch das BMVI soll die Umsetzung von BIM in Deutschland vorantreiben. Im Stufenplan fordert das BMVI ''die Einführung von modernen, IT-gestützten Prozessen sowie Technologien zur Planung, für den Bau und das Betreiben von Bauwerken''. Es werden vertragliche Regelungen definiert, die enge Zusammenarbeit der Baubeteiligten erklärt und die teamorientierte Planung im technischen Sinne aufgezeigt. Ab 2020 gelten die Regelungen für alle neu zu planenden Projekte des infrastrukturbezogenen Hochbaus als verpflichtend. [...]“

 

Blog-Beitrag von Roland Brückner

BIM im Bundestag - Building Information

Digitalisierung im Bauwesen!

 

Nicht mehr ganz so neu in Fachkreisen. Wie neu, wie bekannt dann in der Politik? Nun ja, schauen wir mal, wo wir da stehen. Da gibt es jetzt auch schon mal Bewegung in die richtige Richtung. BIM (Building Information) ist für Planer und langsam auch für das gesamte Bauwesen eine umfassende Digitalisierungsidee von umfassender Tragweite geworden - sowohl Ausführungstechnisch, ökonomisch als auch ökologisch. Ab 2020 greifen nun Verordnungen der Bundesregierung, in denen der Einsatz von BIM für bauliche Planung vorzusehen ist.

 

Den Text der Bundesregierung zur "Digitalisierung des Planens und Bauens" finden Sie als PDF hier.

 

BIM auf der Baustelle, heute...

Beitrag der Xella International GmbH

 

Public and Investor Relations, Building Information (BIM) direkte Kommunikation zwischen Planungsbüro und Baustelle. Das ermöglicht schnelle Fehlererkennung und Dokumentation, so auch effektive und direkte Fehlerbeseitigung.

 

Zu diesem Thema dieses interessante Videos:

Xella und Eisfeld Ingenieure präsentierten die Hololens live auf der Baustelle

Auch das gehört zum Thema BIM, Information direkt von der Baustelle zurück zum Planer, Baufortschritt beobachten, Fehler und Probleme rechtzeitig erkennen und Schäden vermeiden.

Beitrag der Xella International GmbH

 

Im Martini-Quartier in Kassel wird mithilfe modernster Technologien das richtungsweisende Wohnkonzept Variowohnen Kassel realisiert. Das Projekt ist Teil der Forschungsinitiative ''Zukunft Bau'' des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat (BMI), in dessen Rahmen deutschlandweit zukunftsweisende Wohnkonzepte verwirklicht werden. Es umfasst 41 Wohneinheiten für Studierende und Auszubildende, die später flexibel den besonderen Anforderungen unterschiedlicher Nutzergruppen angepasst werden können, z. B. für barrierefreies oder altengerechtes Wohnen.

Um die 41 Wohneinheiten und zwei Gemeinschaftsflächen des Studentenwohnheims im Martini-Quartier effizient, schnell und kostenbewusst umzusetzen, nutzten Eisfeld Ingenieure bereits in der Planungsphase den digitalen Xella Planungsservice blue.sprint. Mit Hilfe von blue.sprint wird ein digitales Abbild der Gebäudehülle – ein 3D-Modell – erstellt, das nicht nur die Materialauswahl optimiert, sondern auch eine enorme Flexibilität bei notwendigen Anpassungen ermöglicht. Die im 3D-Modell erstellten digitalen Baupläne können als Hologramm auf eine Hololens übertragen und damit direkt auf die Baustelle projiziert werden. Auf der Baustelle wird dieses Modell an genau der Stelle visuell erlebbar, an der später das analoge Mauerwerk entsteht.

 

Xella und Eisfeld Ingenieure präsentierten den Einsatz der Hololens-Technologie nun erstmalig live auf der Baustelle. Als eines der ersten Unternehmen der Baubranche unterstützt Xella durch diese Technologie die digitale Planung und Umsetzung von Bauprojekten direkt auf der Baustelle. Die Hololens ist eine Mixed-Reality-Brille, die es dem Benutzer erlaubt, interaktive 3D-Projektionen in der realen Umgebung darzustellen. Die digital geplanten Gebäudeteile wie z. B. Wand- oder Dachelemente können somit direkt vor Ort virtuell dargestellt und überprüft werden. Die rund 40 Gäste der Veranstaltung haben alle im Anschluss an die Präsentation die Gelegenheit genutzt, die Brille selbst auszuprobieren.

 

„Der Einsatz der Hololens-Technologie auf der Baustelle schließt die Lücke zwischen der digitalen und der analogen Welt unserer Branche. Durch diese neue Verbindung können mögliche Fehler frühzeitig erkannt und die Planungssicherheit im Bauprojekt stark verbessert werden. Die Zusammenarbeit zwischen allen am Bau beteiligten Parteien wird so effizienter und transparenter.“
Dr. Michael Leicht, CDO Xella International